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21.04.2013

BESUCHE

Drei wichtige Besuche fanden im März und im April dieses Jahres statt.

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06.03.2013

Nachfolgerinnen gefunden!

Nun sind die Nachfolgerinnen für unsere Freiwilligen in Kayunga gefunden. Nach ihrem Abitur werden Elisabeth Albrecht aus Lindewerra und Anne Schlitt aus Treysa mit uns in die Vorbereitung gehen, um Lisa Koch und Nadja Nolte in Kayunga abzulösen. Ihre Ausreise ist für Ende August/Anfang September geplant. Jetzt steht für die beiden Neuen erst mal ihr Abitur an.

Impfungen

Wenn man in ein afrikanisches Land, wie z.B. Uganda reist, sollte man wissen, welche Krankheiten einem

begegnen können und wie man sich impfen oder schützen kann. Auf dieser Seite sind die wichtigsten

Impfungen aufgeführt.

Die wichtigsten Krankheiten, gegen die man vorbeugen kann sind:

Cholera

Kein Staat verlangt mehr eine Choleraimpfung. Reisende sollten sich besser durch Hygiene schützen. Der ohnehin fragwürdige Schutz durch die Impfung vermittelt ein trügerisches Sicherheitsgefühl.

Eine Impfung kann starke Nebenwirkungen haben, wogegen die Behandlung recht einfach ist.

Die Impfung ist schlecht verträglich. Man muss fast immer mit Kopfschmerzen, Fieber und Schmerzen rechnen. Die Impfstelle schwillt häufig an. Wer eine schlechte Durchblutung hat, kann innere Organe schädigen.

Gelbfieber

 

Durchführung und Art der Impfung:

Sie darf nur von den Gesundheitsämtern durchgeführt werden. Wenn man schon mal dort ist, empfiehlt sich auch eine individuelle Beratung. Die Impfung wird durch eine Spritze verabreicht.

 

Zeitlicher Abstand zu anderen Impfungen:

Sollen auch noch andere Impfungen durchgeführt werden, so ist zwischen ihnen eine Pause von bis zu sechs Wochen einzuhalten.

 

Verträglichkeit und Risiko der Impfung:

Die Impfung ist gut verträglich, jedoch sollte man zur Zeit der Impfung gesund sein.

 

Verlässlichkeit des Impfschutzes:

Die Impfung schützt für min. 10 Jahre. Die WHO verlangt nach 10 Jahren eine Auffrischungsimpfung

 

Empfehlung:

Gelbfieberimpfung ist die eigentliche Tropenimpfung und ist für Uganda erforderlich. Am Flughafen wird bei der Einreise der Impfausweis (inkl. Pass und Flugticket) danach kontrolliert. Wenn man aus einem anderen afrikanischem Land kommt (und sei es nur eine Zwischenlandung z.B. in Nairobi/Kenia) ist die Gelbfieberimpfung zwingend vorgeschrieben, ansonsten wird die Einreise verweigert.

 

Kosten:

ca. 30.- EUR (z.T. tragen die Krankenkassen einen Zuschuss = Nachfragen!)

Hepatitis A

 

Durchführung und Art der Impfung:

Sie darf vom Hausarzt durchgeführt werden. Es gibt eine passive und eine aktive Impfung. Wer über 40 ist kann eine Blutuntersuchung machen lassen. Hatte man schon einmal Hepatitis A, ist er dagegen immun.

 

Passive Impfung:

Sie hält nur ca. 3 Monate an (Eine Spritze)

Aktive Impfung:

Sie besteht aus drei Spritzen. Die zweite wird einem Monat nach der ersten, die dritte nach einem Jahr verabreicht. Mit der aktiven Impfung kann man sich gegen Hep A und B impfen lassen.

 

Zeitlicher Abstand zu anderen Impfungen!

 

Verträglichkeit und Risiko der Impfung:

Sehr selten treten u.a. allergische Reaktionen, örtliche Infektionen der Impfstelle, Fieber und Nervenerkrankungen auf.

 

Verlässlichkeit des Impfschutzes:

Passive Impfung schützt für acht bis zehn Wochen zu etwa 80%.

Die aktive Impfung schützt bis zu zehn Jahren.

 

Empfehlung:

Die WHO empfiehlt eine Impfung für Uganda.

 

Kosten:

Die Impfung kostet für die Passive ca. 30,- EUR, für die Aktive ca. 120,-EUR.

Typhus

 

Durchführung und Art der Impfung:

Der Typhusimpfstoff (Tabletten) wird geschluckt. Die Schluckimpfung wird vom Hausarzt durchgeführt. Für die Impfung gegen Typhus werden an drei Tagen, mit jeweils einem Tag Pause, je eine Kapsel Typhoral eingenommen.

 

Zeitlicher Abstand zu anderen Impfungen:

Für die gleichzeitige Malariaprophylaxe sind folgende zeitliche Abstände zwischen Einnahme der letzten Typhoral-Dosis und Beginn der Malariaprophylaxe zu beachten:

  •  Chloroquin 3 Tage
  •  Pyrimethamin / Sulfadoxin 3 Tage
  •  Mefloquin 3 Tage
  •  Proguanil 3 Tage

 

Verträglichkeit und Risiko der Impfung:

Die Impfung ist sehr gut verträglich.

 

Verlässlichkeit des Impfschutzes:

Die Impfung schützt für min. ein Jahr, wahrscheinlich sogar für drei Jahre.

 

Empfehlung:

Auf die Impfung sollte nicht verzichtet werden.

Tollwut (Rabies, Lyssa)

Beschwerden:

An der Biss Stelle treten Rötungen auf. Bis sich die ersten Symptome der Tollwut zeigen, können Monate vergehen. Nach einem Biss vermehrt sich der Erreger an der Biss stelle und beginnt ca. 3 Tage danach i.d.R. Richtung Gehirn zu wandern.  So sind die ersten Symptome auch grippeähnlich und später ähneln sie einer Gehirnhautentzündung.

Ursachen:

Der Tollwut geht fast immer ein Biss eines infizierten Tieres voraus. Das sind meist Hunde aber auch Fledermäuse übertragen den Virus. Der Virus wird durch Speichel und andere Sekrete übertragen.

Mögliche Folgen und Komplikationen:

Das Virus verursacht eine Enzephalitis (Gehirnentzündung), worauf dann die typischen Symptome erscheinen. Es kann auch das Rückenmark befallen, was sich in einer Myelitis (Rückenmarksentzündung) äußert Fast immer tritt zwei bis zehn Tage nach den ersten Symptomen der Tod ein, bei den wenigen Überlebenden bleiben häufig schwerste Gehirnschäden zurück.

Tollwut ist eine meldepflichtige Krankheit. Um eine Ausbreitung zu verhindern, ist unbedingt ein Arzt zu informieren.

Vorbeugung:

Kontakt zu auffälligen Tieren insbesondre Hunden  und Fledermäusen meiden. Bei längeren Aufenthalten kann eine Impfung sinnvoll sein.

Wann zum Arzt?

Sofort

Selbsthilfe nicht möglich

Behandlung:

Keine, nur die Symptome können gelindert werden.

Zeitlicher Abstand zu anderen Impfungen

Verträglichkeit und Risiko der Impfung:

Die Impfung ist gut verträglich, jedoch sollte man zur Zeit der Impfung gesund sein.

 Verlässlichkeit des Impfschutzes:

Die Impfung schützt für min. 10 Jahre.

Masern

Beschwerden:

Weltweit verbreitete Erkrankung die durch Infektion mit dem Masern-Virus hervorgerufen wird. Sie tritt vorwiegend im Kindesalter auf, aber auch bei Erwachsenen - und dann oft mit besonders schweren Krankheitszeichen.

Die Erkrankung äußert sich durch des grobfleckigen Hautausschlags, der hinter den Ohren beginnt und sich innerhalb weniger Tage über den ganzen Körper ausbreitet. Dazu kommen hohes Fieber und deutliches Krankheitsgefühl, starker Husten, Schnupfen und Bindehautentzündung der Augen mit auffallender Lichtscheu, manchmal schwere Durchfälle. Die Inkubationszeit liegt bei 9 bis 12 Tagen.

Ursachen:

Durch Tröpfcheninfektion (z. B. Anhusten, Anniesen) werden die Masernviren leicht von Mensch zu Mensch übertragen. Ansteckungsfähigkeit besteht 5 Tage vor bis 4 Tage nach Auftreten des Hautausschlags.

Mögliche Folgen und Komplikationen:

Komplikationen bei Masern sind sehr häufig und entstehen entweder durch das Masernvirus selbst oder durch zusätzliche Infektionen mit Bakterien, die sich ausbreiten können, weil das Masernvirus eine allgemeine Abwehrschwäche des Körpers bewirkt. Möglich sind schwere Lungenentzündungen, eitrige Ohrentzündungen, bleibende Schädigung des Hörnerven durch das Virus selbst, schwerer Pseudo-Krupp, Fieberkrämpfe, Entzündung des Gehirns (Enzephalitis) mit möglicher bleibender geistiger und körperlicher Schädigung und die gefürchtete SSPE (subakut sklerosierende Panenzephalitis), ein Spätschaden durch das Masernvirus mit langsamem Verlust aller Hirnfunktionen bis zum Tode.

Meldepflichtig sind Krankheitsverdacht, die Erkrankung und der Tod.

Vorbeugung:

Die wirksamste Vorbeugung ist die Masern-Impfung. Sie ist sehr gut verträglich und sollte in Form des Kombinationsimpfstoffs gegen Masern, Mumps und Röteln gegeben werden. Im Kinderimpfplan wird für Deutschland die zweimalige Impfung empfohlen. Die 1. Impfung sollte beim Kleinkind im Alter von 12 - 15 Monaten durchgeführt werden, die 2. Impfung kann bereits 4 Wochen später erfolgen und sollte bis zum vollendeten 18. Lebensjahr verabreicht worden sein. Auch ältere Kinder und Erwachsene, die keinen Masern-Impfschutz haben, können sich jederzeit gegen Masern impfen lassen. Durch die Impfung schützt man einerseits sich selbst gegen die Masernerkrankung und ihre Komplikationen, andererseits schützt man auch ungeimpfte Personen in der näheren Umgebung, insbesondere chronisch kranke oder immungeschwächte Menschen, die wegen ihrer Grunderkrankung nicht geimpft werden dürfen und bei Ansteckung lebensgefährlich erkranken können.

Behandlung:

Gegen die Erkrankung mit dem Masernvirus gibt es keine wirksame Therapie. Somit können auch mögliche Komplikationen nicht verhindert werden.

Diphterie

 

Durchführung und Art der Impfung:

Gegen Diphtherie wird im ersten Lebensjahr zweimal geimpft. Dazwischen liegen sechs bis acht Wochen Abstand. Im zweiten und siebten Lebensjahr wird die Impfung noch einmal wiederholt. Meistens kombiniert man Diphtherie- und Tetanusimpfung. Der Schutz gegen die Giftstoffe der Diphtheriebakterien währt nach der Grundimmunisierung etwa fünf bis sieben Jahre, nach der Auffrischung im 7. Lebensjahr wesentlich länger.

Die passive Diphtherieimpfung wird nur in lebensbedrohlichen Fällen durchgeführt, weil das Antikörperkonzentrat vom Pferd stammt und Nebenwirkungen durch dieses Fremdeiweiß relativ häufig vorkommen und schwer verlaufen können.

 

Verträglichkeit und Risiko der Impfung:

Die Einstichstelle kann sich röten oder anschwellen. Ist diese Impfreaktion sehr stark, sollte die Impfung nicht fortgesetzt werden. Mit zunehmendem Alter wird die Impfung schlechter vertragen. Nervenlähmungen und -entzündungen oder Nierenentzündungen kommen dann häufiger vor. Darum sollte der Impfarzt nach dem Einschulungsalter oder wenn der zu Impfende eine Allergie hat, eine niedrigere Dosis verwenden.

 

Verlässlichkeit des Impfschutzes:

Die Grundimmunisierung schützt für etwa sieben Jahre. Der Schutz nach einer Auffrischungsimpfung hält mindesten 10 Jahre an.

 

Empfehlung:

Die Diphtherieimpfung gehört zu den sinnvollen Kinderimpfungen.

Impfmediziner empfehlen sie auch für Erwachsene.

 

Kosten:

Kostenlos

Tetanus

 

Krankheitsbeschreibung:

Die Erreger des Wundstarrkrampfs finden sich überall. Leichte Infizierung durch verschmutzte Wunden. Ansteckend ist Tetanus nicht. Eine überstandene Tetanuserkrankung sichert keinen bleibenden Schutz. Die WHO errechnete 500.000 Erkrankte in sog. Entwicklungsländern.

50% der Erkrankten sterben an Tetanus. Er äußert sich anfänglich durch Muskelschmerzen und Krämpfe der Kau- und Rückenmuskulatur und durch Kreislauf- oder Atemversagen die nach längerer Zeit intensiver Krämpfe zum Tode führen.

 

Durchführung der Impfung:

Für einen wirksamen Schutz sind zwei, besser drei, Impfungen (Spritzen) notwendig. Kinder bekommen die erste Impfung im vierten Monat, die zweite im sechsten Monat. Die dritte Impfung sollte im 18. Monat stattfinden. Nach  dieser Grundimmunisierung sollte man die Impfung alle 10 Jahre auffrischen   lassen. Die Impfung sollte mit einer Diphtherie-Impfung kombiniert werden.

 

Zeitlicher Abstand zu anderen Impfungen!

 

Verträglichkeit und Risiko der Impfung:

Selten rötet sich die Haut an der Einstichstelle. Sind noch reichlich Antikörper im Blut vorhanden, der Schutz vergangener Impfungen also noch besteht, kann sich nach erneuter Impfung das Gewebe um die Einstichstelle bretthart verspannen, oder die benachbarten Lymphknoten können anschwellen. Auch allergische Reaktionen des gesamten Körpers sind dann möglich. Hat man festgestellt, dass man genügend große Mengen Antikörper im Blut enthält, sollte das im Impfpass stehen.

 

Verlässlichkeit des Impfschutzes:

Geimpfte sind min. 10 Jahre geschützt.

 

Empfehlung:

Ein ausreichender Schutz vor Tetanus gehört zur persönlichen Gesundheitsvorsorge.

 

Passive Tetanusimpfung:

Bei Verletzten sollte der Arzt nur dann Tetanus-Immunglobulin spritzen wenn der Verletzte noch nicht ausreichend gegen Tetanus geimpft wurde oder nicht bekannt ist, ob und wann er geimpft wurde.

 

Kosten:

kostenlos

Polio

 

Krankheitsbeschreibung:

In den sogenannten Entwicklungsländern scheidet etwa ein Zehntel aller Kinder unter drei Jahren Polioviren aus ohne sichtbar krank zu werden. Nervenlähmungen machen die Kranken bewegungsunfähig. Gegen die Polioviren gibt es kein Medikament.

 

Durchführung der Impfung:

Gegen Polio gibt es einen Schluckimpfstoff. Er wirkt so gut, dass es normalerweise keinen Grund mehr gibt, den Impfstoff zu spritzen.

Bei Kindern geschieht die Schluckimpfung am einfachsten zusammen mit der Diphtherie-Tetanus-Impfung. Zwischen den einzelnen Polio-Impfungen sollen min. sechs Wochen Abstand liegen. Auch Erwachsene sollten alle 10 Jahre die Impfung erneuern.

 

Zeitlicher Abstand zu anderen Impfungen!

 

Verträglichkeit und Risiko der Impfung:

Selten kann der Stuhlgang nach einer solchen Impfung etwas dünner sein. Nervenlähmungen sind äußerst selten. Liegt die Polioimpfung mehr als fünf Jahre zurück und lebt man mit jemanden zusammen, der gerade eine Schluckimpfung bekommt, sollte man ebenfalls >schlucken<. Es besteht die Gefahr das der Geimpfte die Erreger überträgt.

 

Verlässlichkeit des Impfschutzes:

Mindesten 10 Jahre, wahrscheinlich lebenslang.

 

Empfehlung:

Säuglinge überstehen die Impfung praktisch immer ohne Schaden. Seit die Infektionsmöglichkeit in dieser Zeit jedoch gering geworden ist und Erkrankungen zu einem späteren Zeitpunkt häufiger Lähmungen nach sich ziehen, erscheint die Impfung sinnvoll. Impfung nicht nur für Reisende.

 

Kosten:

Kostenlos

Malaria

 

Es gibt derzeit noch keine Impfung, lediglich eine Prophylaxe. Neben der Vorsorge, dass man sich vor Stichen der Anophelesmücke schützt, gibt es folgende medikamentöse Prophylaxen:

 

Kombination von Chloroquin (Resochin, Weimerquin) und Proguanil (Paludrine)

Verträglichkeit und Risiko:

Bei Nerven-, Blut- und Nierenerkrankungen sowie bei Psoriasis und einer seltenen Enzymmangelerkrankung sollte eine Abwägung des Nebenwirkungsrisikos mit dem Arzt erfolgen. Die möglichen Nebenwirkungen sind äußerst selten, vorwiegend handelt es sich um Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Blutdrucksenkung. Eine Sehstörung kann erst nach jahrelanger Einnahme des Medikaments auftreten. Die Nebenwirkungen können häufig durch das Verteilen der Dosis auf mehrere Einnahmezeiten gemildert werden.

Die morgendliche Einnahmezeit von Paludrine sollte nicht geändert werden, da dieses Medikament nur eine kurze Wirkdauer hat.

 

Verlässlichkeit:

Gegen Chloroquin haben sich inzwischen viele Resistenzen entwickelt. Daher bietet diese Prophylaxe keinen hohen Schutz. Die Dosierung und Einnahmezeiten sollten möglichst genau eingehalten werden, da sonst die Wirkung beeinträchtigt ist. Da die Kombination beider Präparate aufeinander abgestimmt ist, ist die Einnahme etwas kompliziert.

 

Empfehlung:

Obwohl der Schutz nicht sehr hoch ist, kann Chloroquin doch empfohlen werden, wenn ein längerer Tropenaufenthalt geplant ist. Mefloquin bietet zwar einen höheren Schutz, kann aber nur bei kurzen Aufenthalten angewendet werden. Außerdem hat Chloroquin nicht so starke Nebenwirkungen.

 

Kosten:

Resochin Packung mit 20 Stück kostet ca. 7,- EUR

Paludrine Dose mit 100 Stück kostet ca. 19,- EUR

 

Mefloquin (Lariam)

 

Verträglichkeit und Risiko:

Dieses Medikament sollte nicht eingenommen werden bei Nerven-/ Gemütsleiden, Neigung zu Hirnkrampfanfällen, schweren Leber- und Nierenerkrankungen, Herzrhythmusstörungen, Schwangerschaft sowie Stillzeit. Eine gleichzeitige Gabe von Beta-Blockern oder Kalziumantagonisten (gegen Bluthochdruck und Herzbeschwerden), Digitalis (gegen Herzschwäche), Chinin (gegen Herzrhythmusstörungen) ist nicht erlaubt. Kleinkinder unter 15kg Körpergewicht dürfen das Medikament nicht einnehmen.

Durch die Nebenwirkungen kann die Fähigkeit zum Führen von Maschinen beeinträchtigt sein. Kraftfahrer, Piloten, Taucher sollten auf die Einnahme verzichten.

Die möglichen Nebenwirkungen sind offenbar von der Dosierung abhängig, nahezu sämtliche Organe können betroffen sein. Die häufigeren Nebenwirkungen sind allerdings eher harmlos: Schwindel und Gleichgewichtsstörungen, Übelkeit, Durchfall, Bauchschmerzen.

Mefloquin (Lariam) darf nur bei Kurzzeit-Aufenthalten bis zu drei Wochen in einem Malariagebiet angewandt werden. Die medikamentöse Prophylaxe  sollte in der Regel eine Woche vor Betreten des Malariagebietes beginnen und erst vier Wochen nach Verlassen des Malariagebietes beendet werden.

 

Verlässlichkeit:

Mefloquin bietet zurzeit den besten Schutz für die Malariaprophylaxe. Trotzdem ist auch hier kein 100%-Schutz möglich. Die Einnahme von einer Tablette pro Woche macht die Verabreichung einfach.

 

Empfehlung:

Da Mefloquin den besten Schutz vor Malaria bietet, kann das Präparat am ehesten empfolen werden, wenn die Aufenthaltszeit in den Tropen nicht länger als 3 bis 4 Wochen dauert. Es ist allerdings mit leichten Nebenwirkungen zu rechnen. Die erste Tablette wird eine Woche vor Abreise eingenommen. Sollten sich danach Nebenwirkungen zeigen, sollte auf ein anderes Präparat zurück gegriffen werden.

Bei akuter Malaria kann Mefloquin auch zur Behandlung eingesetzt werden.

 

Kosten:

Lariam Packung mit 10 Stück kostet ca. 35,- EUR.

 

Bei längeren Aufenthalten in sog. Entwicklungsländern ist es schwierig eine verträgliche medikamentöse Prophylaxe zu finden. Eine weitere Schwierigkeit besteht darin, dass durch die prophylaktische Einnahme von Malariamedikamenten sich immer mehr lokale Resistenzen bilden. So wirkt z.B. Lariam in einigen Teilen Ostafrikas nur noch bedingt. Die WHO ist Aber bestrebt ein Impfmittel zu entwickeln, die WHO hat der Malaria den Kampf angesagt und will durch spätere Flächendeckende Impfungen die Malaria ausrotten.

 

Behandlung bei akuter Malaria:

Bei einem Malariaverdacht sollte man einen lokalen Arzt, ein Krankenhaus oder eine Malariastation aufsuchen, dort kann ein Verdacht schnell geprüft und die Malariaart bestimmt werden. (Durch mikroskopische Blutuntersuchung = an Einweghandschuhe und Einwegnadeln /Spritzen denken!) Meistens gibt es hier dann auch ein Medikament, welches auf den entsprechenden Erreger abgestimmt ist. Es kommen auch immer mehr Medikamente gegen Malaria auf den Markt.

Manchmal hält man sich aber auch in Gegenden auf, wo die ärztliche Versorgung schlecht ist. So können aus der Reiseapotheke neben Mefloquin kann auch Halfantrit als Behandlungsmedikament eingesetzt werden.

Für Reisende, die eine Kombination von Chloroquin und Proquanil verwenden empfiehlt es sich Halofantrin zur akuten Behandlung dabei zu haben.

Das mitgeführte Bereitschaftsmedikament sollte im Falle eines Verdachtes unverzüglich eingenommen werden. Eine mikroskopische Untersuchung geht dann i.d.R. nicht mehr, da dass Blutbild sich schnell verändert.

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