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Aus den bisher Erlebten, wuchs die Idee, einen Spendentransport
nach Kayunga durchzuführen. Bei unserem Aufenthalt 1993 sahen wir
Vieles, wo Kleinigkeiten genügen würden, um das Gemeinwohl der
Menschen zu verbessern. Auch der Transport ist ein großes Problem,
da Fahrzeuge fehlen.
Damit hatte der Spendentransport zum Ziel, je einen Lkw für das
Krankenhaus, der Stadtverwaltung und der NGO Mirembe zur Verfügung
zu stellen, sowie Organisationen und Institutionen mit Geräten und
Materialien zu unterstützen.
Die Fahrzeuge
Vom Verteidigungsministerium erhielten wir zwei MAN 508 Pritschenwagen
und einen MAN L2A Küchenwagen. Uns war es wichtig, Fahrzeuge und Geräte
nach Kayunga zu bringen die in einem guten Zustand sind, aber auch kein
High-Tech, damit man in Uganda selbst Reparaturen durchführen kann
und keine teueren Original-Ersatzteile benötigt.
Die Spenden
Die Lkw´s sollten natürlich nicht leer nach Kayunga fahren.
Eine Spendenaufruf machte es möglich, daß alle 3 Fahrzeuge voll
beladen werden konnten. Unter anderem waren dabei:
| Werkzeuge |
Gartengeräte |
Kabel für das JZ |
Nähmaschinen, Stoffe |
| Schreibmaschinen |
Fahrräder |
Druckmaschinen |
Schultafeln |
| Rollstühle |
Medikamente |
med. Hilfsmaterialien |
Büromaterial |
Vorbereitungen
Viele Monate mußten wir investieren,. um die Fahrzeuge zu überholen.
Durch die Hilfe der Stadt Witzenhausen konnte wir Reparaturen und Umbauten
im städtischen Bauhof durchführen. Eine neue Farbe beendete die
Arbeiten an den Fahrzeugen. Aber auch die Spenden wurden geprüft und
instand gesetzt, wir wollten schließlich keinen Schrott nach Kayunga
bringen.
Zu den anderen Vorbereitungen zählten die Formalitäten der
Zollfreigabe, Überführung, Entmilitarisierung, Verschiffung,
Fördermittel durch die GTZ, Gespräche mit der Frachtgesellschaft
usw. Auch mit den ugandischen Behörden und unseren ugandischen Partner
mußte ein intensiver Kontakt gepflegt werden.
1. Etappe des Spendentransports
Am 4.Juni brachten wir die 4 Fahrzeuge nach La Spezia in Italien zum
Verschiffungshafen. Von dort sollten die Fahrzeuge in ca. 3 Wochen nach
Mombasa in Kenia verschifft werden.
2. Etappe des Spendentransports
Am 3.Juni starteten wir von Frankfurt nach Nairobi um dort mit
einem Matatu weiter nach Mombasa zu fahren. Bei der Frachtgesellschaft
konnten wir unsere Fahrzeuge abholen, aber bei einem Benz wurde die Kardanwelle
eingedrückt. Ein örtlicher Monteur konnte in wenigen Tagen die
Kardanwelle auseinanderschneiden und aus verschiedenen Stücken wieder
zusammensetzten. Den Zwangsaufenthalt nutzten wir, um uns in Mombasa umzusehen.
Am 8.Juli konnte es weiter gehen. Ca. 2000 km lagen vor uns. Wir wollten
die Fahrzeuge selbst nach Kayunga fahren, um sicher zu stellen, daß
sie auch tatsächlich ankommen und keine Spenden fehlen. Die Fahrt
war nicht gerade angenehm, was nicht allein durch den Linksverkehr und
die Fahrweise der Afrikaner verursacht wurde. Die Strecke selbst ist sehr
schlecht, obwohl sie die einzigste Verbindungsstrecke in die Binnenländer
Ostafrikas ist. Lkw´s, die im Graben liegen sahen wir alle paar Kilometer,
auch Unfälle waren nicht selten. Doch wir hatten Glück, denn
wir hatten keine größeren Probleme
Auf der Strecke lagen mehrere Nationalparks. Wir nutzten das aus und
unternahmen einen Kurztrip in die Nationalparks Tsavo-West und Lake Nakuru.
Am 13.Juli erreichten wir Kayunga
Rundreise durch Uganda
Als Belohnung für alle Mühen hatten wir uns eine Safari versprochen,
die uns in mehrere Nationalparks Ugandas bringen sollte. Wir wollten mehr
von dem Land, der Natur und den Menschen erfahren. Diese Tour unternahmen
wir mit dem MAN L2A, der hierfür sehr gut geeignet war. Dadurch konnten
wir unsere Reise unabhängiger und individueller gestalten. Fast 1500
km sind wir in Uganda unterwegs und besuchten den Murchison-Fall Nationalpark,
Bwamba-Forrest - ein Regenwald am Fuße des Ruwenzori-Gebirges- ,
Queen-Elisabeth Nationalpark und das Löwengebiet Ishasha. Auf dieser
Reise konnten wir viele neue Eindrücke sammeln und lernten mehr von
den Lebensbedingungen der Menschen in Uganda.
Am 27. Juli waren wir wieder zurück in Kayunga. Die Spenden wurden
noch einmal überprüft und bei einer öffentlichen Handing-over
Zeremonie übergeben.
Neben all den Aktivitäten um den Spendentransport haben wir auch
weder viele Besichtigungen vorgenommen und waren an zahlreichen Gesprächen
mit Menschen aus Kayunga beteiligt.
Dokumentation
Während des Spendentransports wurden nicht nur viele Bilder gemacht,
aus denen dann eine Ton-Dia-Schau entstand, sondern Dirk Junker hat auch
jeden Tag Tagebuch geführt. Aus diesen Aufzeichnungen schrieb er dann
ein 220-seitiges Buch über den Spendentransport.
Die Ton-Dia Schau und ein Rechenschaftsbericht über die Spenden
wurde der Öffentlichkeit im Rahmen einer gut besuchten Veranstaltung
vorgestellt.
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