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Das 1993 gestartete Austauschprogramm sollte keine Einbahnstraße
werden. Nicht nur wir Deutschen wollten eine andere Kultur kennen lernen,
sondern wir wollten einigen Ugandern ermöglichen, unsere Welt kennen
zu lernen.
Durch Fördermittel konnten wir im September 1998 acht jungen Menschen aus Kayunga eine dreiwöchige Reise nach Witzenhausen finanzieren. Auch bei dieser Reise handelte es sich um einen interkulturellen Erfahrungsaustausch. Es war dem Uganda-Team wichtig, daß die Beziehung zwischen Witzenhausen und Kayunga keine Einbahnstraße sein soll. In den drei Wochen standen ebenfalls viele gemeinsame Projekte auf dem Programm. Anschließend an den Bau des Jugendzentrums in Kayunga, wurde in gemeinsamer Bauarbeit eine ugandische Rundhütte in Witzenhausen gebaut. Diese Hütte ist heute ein Symbol der Beziehung zwischen Witzenhausen und Kayunga. Besichtigungen in großen Städten, Industriefabriken und kleineren
Betrieben sollte den Ugandern einen Einblick in die Arbeitswelt der Deutschen
geben. Aber auch die Schattenseiten unserer Gesellschaft wollten wir nicht
verbergen. So wurde bei Besichtigungen einer Bio-Müllanlage und einer
Mülldeponie die Probleme unserer Welt deutlich.
Die Ugander waren an einer handwerklichen Ausbildung interessiert, so daß in dem Programm "Schnupperpraktika" in den beruflichen Schulen Witzenhausen angeboten wurden. Eine gemeinsame Reise nach der Regierungshauptstadt Bonn und Besichtigung des Bundestages rundete das Programm ab. Während des Aufenthaltes entstand eine Broschüre "Discovery
of Germany", welche von den Ugandern erstellt wurde, eine Ton-Dia-Schau
und eine Fotoausstellung die während einer öffentlichen Veranstaltung
in Witzenhausen gezeigt wurde.
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