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Der Austausch von Erfahrungen verschiedener Kulturen ist
immer noch ein wesentliches Ziel des Uganda-Teams. Daher wurde 1996 ein
weiteres 2-phasiges Austauschprogramm junger Menschen aus Kayunga und Witzenhausen
geplant. Diesmal sollten in der ersten Phase 8 junge Leute aus Kayunga
für 3 Wochen nach Witzenhausen eingeladen werden.
Neben dem interkulturellem Austausch bestand ein vielfache Wunsch der Ugander, in Witzenhausen etwas zu lernen. So wurden Kurzpraktika in verschiedenen handwerklichen Betrieben, dem Krankenhaus, Stadtverwaltung etc. arrangiert, an dem die Ugander je nach Interessenlage teilnahmen. Ein Ziel dieses Programms war auch, die Grenzen und Probleme des Wachstums unserer Industriegesellschaft erlebbar und zum Gegenstand zahlreicher Diskussionen zu machen. Auch der Lebensalltag unserer Gesellschaft wie z.B. Ver- und Entsorgung, Schule, Kirche, Ausbildung, Familienleben etc. sollte für die Ugander erfahrbar sein. Hierfür wurden zahlreiche Besichtigungen unternommen. Da das Verhältnis zwischen uns und den Ugander nicht mehr so fremd war, wurden die Ugander auch mehr in die Familie einbezogen. Dadurch konnte ihnen ein noch tieferer Einblick in unsere Kultur vermittelt werden. Ein Wochenendseminar wurde für Reflexion und Auswertung des Besuches wahrgenommen. Dabei standen inhaltliche Themen über die Andersartigkeit der anderen Kultur und die Befremdung darüber im Mittelpunkt, aber auch Ziele und Ratschläge für die weitere Beziehung wurden erarbeitet. Da die ugandischen Besucher zu einem großen Teil Institutionen aus Kayunga vertraten, konnte man schon von einer Delegation sprechen. So haben sie sich auch vorgenommen, für eine Städtepartnerschaft zwischen Witzenhausen und Kayunga zu werben. So wurden Gespräche mit politischen Vertretern aus den Parteien Witzenhausens arrangiert. Die gemeinsam erstellte Broschüre "A mission for partnership" schildert den Aufenthalt der Ugander, der durch eine öffentliche Veranstaltung abgerundet wurde. Während der Veranstaltung konnten die Ugander und Bürger Witzenhausens über die weiteren Ideen zur Partnerschaft diskutieren und beraten. Schon drei Wochen nach dem Besuch der Ugander wurde von der Stadtverordnetenversammlung
Witzenhausens, das Projekt "Städtepartnerschaft mit Kayunga entwickeln"
beschlossen. Dieses Projekt hat zum Ziel, auf einen Beschluß zur
Städtepartnerschaft im Jahr 2000 hinzuwirken.
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