April 1997: Zweites Austauschprogramm (Phase 2)

Besuch einer Schule

Am Jugendzentrum werden Bäume als Schattenspender gepflanzt

Eva baut mit den Ugandern einen Klapptisch

In der zweiten Phase des Austauschprogramms fuhren 6 Mitglieder des Uganda-Team nach Kayunga, welches den interkulturellen Erfahrungsaustausch zum Ziel hatte. Somit schien die Reise das gleiche Ziel zu besitzen, wie bereits das erste Austauschprogramm.
Allerdings hat sich seit 1993 einiges geändert. Man ist sich viel näher gekommen. Wir waren uns nicht mehr fremd und hatte Freunde gefunden. Dadurch wurden die Erlebnisse noch intensiver.
Neben den üblichen Besichtigungen, Gesprächen und Besuchen, wurden wir diesmal von einigen Familien eingeladen, bei Ihnen einige Tage zu verbringen. Bei unseren ersten Besuchen hatten wir noch Bedenken, jedoch hatte sich dies geändert. Wir wußten, was wir den Ugandern zumuten konnten und wir wußten auch, was uns erwarten würde. Dadurch konnten wir das Leben der Ugander noch besser verstehen lernen.

Nur dieser Vertrautheit ist es zu verdanken, daß wir während des Aufenthaltes zwei Dokumentarfilme drehen konnten. "Mary Lutaya" dokumentiert einen Tag im Leben einer ugandischen Frau. Wir begleiteten sie bei ihrer täglichen Arbeit, bei Bestellen des Feldes, der Versorgung der Familie usw. Der zweite Film "Nakatja Irene" begleitete das 12 jährige Mädchen bei ihren täglichen Pflichten in der Familie, beim Schulalltag und beim Spielen. Diese Filme werden heute sogar in Schulen und von Organisationen der Entwicklungshilfe als Schulungsmaterialien eingesetzt.
Auch die Einladung zu einer traditionellen Verlobungsfeier war für uns eine neue Erfahrung, die wir als Touristen so nie erleben würden.
Selten hatten wir einen so engen Kontakt zu der ugandischen Kultur.

Der Bau am Jugendzentrum, daß nun schon fast fertig war, wurde gemeinsam fortgesetzt. So konnten wir beim Innenputz helfen und pflanzten auf dem Gelände Bäume, die als Schattenspender dienen sollten. Auch dies ist eine besondere Erfahrung, wenn man in der afrikanischen Hitze schwere Arbeiten leisten muß.

Neben dem interkulturellen Erfahrungsaustausch gab es auch eine Menge Gespräche über die Weiterentwicklung der Beziehung beider Städte. Ideen wurden entwickelt und beraten.

Auch diesmal gab es eine Safari, die wir mit einigen Ugandern zusammen durchgeführt haben. Diesmal führte uns der Trip in den Murchison-Fall Nationalpark. 
In den tropischen Regenwald "Mabira Forest" führte uns ein Kurztrip. Übernachtet wurde in Zelten mitten im Regenwald.