Mai 2000: Zweite Kunstausstellung

Francis Xavier Ifee: A long way

Maria Kasule Kizito: Bahima Ladies

Vor dem Hintergrund einer angehenden Partnerschaft zwischen Witzenhausen und Kayunga ist es im Jahr 2000 zum zweiten Mal gelungen, eine Ausstellung ugandischer Künstler zu präsentieren. Die Stadt Witzenhausen, der Freundeskreis für die Städtepartnerschaft mit Kayunga und das Uganda-Team haben gemeinsam mit Rose-Marie Rychner und dem Ugandan Artist Promotion Committee ca. 100 Exponate ugandischer Künstler im Rathaussaal ausgestellt.
Mit dieser Ausstellung wurde ein wichtiger Aspekt der ugandischen Kultur in den Blickpunkt gerückt und einen weiterer Beitrag zum Projekt "Städtepartnerschaft entwickeln" geleistet.
Einige Exponate dieser Ausstellung dienten als Grundlage für einen Kunstkalender, den wir für das Jahr 2001 zum Verkauf anbieten. Die Erlöse werden der weiteren Förderung von Projekten in Kayunga dienen.

Nach Beendigung des Bürgerkriegs 1986 kehrten die meisten ugandischen Künstler aus dem Exil zurück und begannen mit dem Wiederaufbau ihrer zerstörten Kultur. In Kampala gibt es einige Kunstgalerien, um Künstler einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Gesellschaftliche Aktivitäten sowie Ausstellungen in der National Art Gallery und an anderen Veranstaltungsorten in und um Kampala haben die Entwicklung einer zeitgenössischen Kunstbewegung ermöglicht. 1993 wurde mit Unterstützung der deutschen Künstlerin Rose-Marie Rychner eine Künstlergruppe, das Ugandan Artist Promotion Committee, gegründet. Ihr Ziel ist es, eine Künstlergemeinschaft zu entwickeln, Hilfestellung bei der Beschaffung von Arbeitsmaterialien zu leisten, ugandische Künstler sowohl im Ausland als auch in Uganda zu fördern und einen aufgeschlossenen und interessierten Markt zu schaffen.
Rose-Marie Rychner leitete als Kuratorin zahlreiche Gruppen- und Einzelausstellungen in Afrika und Europa. Diese Bestätigung gab den Künstlern Auftrieb und förderte das Zusammengehörigkeitsgefühl, bietet den Künstlern Hilfestellung sowohl als Individuum wie auch als Ugander eine Identität zu finden und unter den äußerst schwierigen ökonomischen Bedingungen in dem rasch wechselnden kulturellen Umfeld Ugandas der Nachkriegszeit zu bestehen.
Das Uganda-Team und der Freundeskreis für die Städtepartnerschaft danken dem Ugandan Artist Promotion Committee und Frau Rose-Marie Rychner herzlich für die gute Zusammenarbeit.