|

Vorbereitung: Wir spielen "Entwicklungshelfer"

Besichtigung in Kayunga

Diskussionen. Hier mit der Kayunga-Youth-Group

Bau der Schaukel

Fertig

Camping im Ishasha-Gebiet

Safari

Näher geht es nicht

Markt in Kayunga

Kochen auf einem Kibanja
|
Schon lange hatten wir ein weiteres Austauschprogramm mit
Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Witzenhausen und der
Umgebung geplant. Durch die
Kooperation von Uganda-Team und Jugendbildungswerk erfolgte im Sommer 2002 für 3
Wochen eine Reise nach Kayunga. Dabei waren 11 junge Erwachsen im Alter
zwischen 16 und 23 Jahren. Die Gruppe wurde von Horst-Gerhard Liese (Leiter des
Jugendbildungswerkes und Vorstandsvorsitzender des Uganda-Teams) und dem
Uganda-Team Mitglied Dirk Junker geleitet. Beide kennen Kayunga schon seit 1993.
Das Programm sollte drei Schwerpunkten haben:
- Land und Menschen kennen lernen - und die Stadt Kayunga
- Gemeinsam mit ugandischen Partnern einen Kinderspielplatz planen und
bauen
- Mit ugandischen Freunden eine selbst organisierte und durchgeführte
Safari erleben
Die Vorbereitungen
Über die Vorbereitungen berichtet Leena (16), die an der Reise teilnahm:
" 'Lust auf Abenteuer?', so lautete der Slogan
mit dem das Uganda-Team und das Jugendbildungswerk Witzenhausen Ende Februar
elf Jugendliche neugierig auf eine Reise in die ugandische Partnerstadt
machten.
Für solch eine Reise bedarf es einer langen und intensiven Vorbereitung. Nach
unserm ersten Kennenlerntreffen kamen wir für ein Wochenende in Willershausen
zusammen und redeten erst einmal über grundlegende Dinge, wie Landschaft,
Geschichte und Kultur in Uganda. Nebenbei lernten wir uns durch Spiele und
Gruppenarbeiten kennen.
Ca. acht Wochen nach unserem ersten Wochenendseminar folgte auch das zweite.
Dieses Mal beschäftigten wir uns wesentlich präziser mit
Gesundheitsvorsorge, Programmgestaltung und weiterer Planung. Wie schon bei
dem ersten Wochenende wuchsen wir immer mehr zusammen.
Aber es waren nicht nur diese zwei Wochenendseminare durch die wir informiert
und vorbereitet wurden. Neben unseren monatlichen Treffen in denen wir zum
Beispiel auch den Spielplatz planten fuhren wir gemeinsam ins Gesundheitsamt
nach Kassel um uns alle gemeinsam gegen Gelbfieber impfen zu lassen. Und auch
die Leute mit Spritzenpanik haben es überlebt... Auch unsere Eltern sollten
über die Gesundheitsvorsorge informiert werden. Nach einer allgemeinen kurzen
Vorstellung unseres Programms informierte Dr. Hermann Frank, Mitglied des
Uganda-Teams über Risiken und Schutzmaßnahmen.
Im Allgemeinen erschien einigen von uns diese intensive Gesundheits- und
Impfinformationen etwas übertrieben und unnötige Panikmache. Das war
sicherlich nicht beabsichtigt und wenn man mal überlegt, dann ist es doch
besser, wenn man eine Sache zweimal hört, als wenn etwas vergessen wird und
deshalb jemand krank wird. Also, im Endeffekt war die Vorbereitung absolut in
Ordnung, und bis zum Ende gut durchorganisiert.
Unsere Eltern und wir fühlten uns also gut vorbereitet und informiert.
Bereit, so eine Reise anzutreten. "
Kennen lernen von Land und Menschen
In der ersten Woche ging es darum, sich in Kayunga zurecht zu finden und
einen Eindruck von den Menschen und der Stadt zu gewinnen. Die ersten drei
Tage waren etwas schwierig,
da das Co-ordination-committee aufgelöst wurde und dadurch unsere Planungen
durcheinander gerieten.
Wir waren in zwei Gästehäusern des Krankenhauses untergebracht und lebten
dadurch recht komfortabel. Wir besuchten Schulen, Kirchen, Jugendprojekte, den
Markt in Kayunga und fanden den Kontakt zu vielen Menschen. Auch Ausflüge in
die nähere Umgebung Kayungas standen auf dem Programm, z.B. zu den
Kalagala-Falls und eine Bootsfahrt auf dem Nil.
Später unternahmen wir auch Ausflüge in die Hauptstadt Kampala und in die
Industriestadt Jinja.
In der letzten Woche kannten wir Kayunga bereits gut genug, um selbständig
etwas zu unternehmen. So konnten wir in Kleingruppen Ausflüge unternehmen,
auf dem Markt einkaufen, usw.
Besonders toll waren die vielen Einladungen, die wir erhalten haben. Dadurch
ergaben sich besonders interessante Einblicke in das Leben der Menschen.
Kinderspielplatz
Eigentlich wollten wir eine ganze Woche dafür verwenden, um einen
Kinderspielplatz in der Nähe des Jugendzentrums zu bauen. Doch durch die
Auflösung des CoCo und fehlender Kooperation des Stadtrates konnten wir
gerade mal eine Schaukel bauen. Hier hatten wir mehr erwartet.
Safari
Die fünf Tage Safari im Queen-Elisabeth Nationalpark waren einfach super. Mit
dem unverwüstlichen MAN-Küchenwagen, den das Uganda-Team 1999 nach Kayunga
gebracht hatte, brauchten wir einen Tag, um in den Nationalpark zu kommen. Die
Fahrt war recht anstrengend, aber lustig, da neben uns 13 Muzungu auch 10
Leute aus Kayunga mitfuhren.
Auf der Mweya-Halbinsel waren wir in einem Hostel untergebracht. Später
führte uns die Reise in das entlegene Ishasha-Gebiet, wo wir in Zelten
campierten.
Was wir alles in dem Nationalpark erlebten, lässt sich kaum beschrieben, es
war einmalig: Antilopen, Elefanten, Büffel, Löwen, Krokodile,
Flusspferde, ....
Reisebericht
Für Leute, die sich für mehr interessieren, gibt es hier den Reisebericht
zum Herunterladen. Wer den Bericht mit Fotos haben möchte, kann sich an das
Uganda-Team wenden. Leena schreibt über den Aufenthalt folgendes:
"Und endlich, nach einer langen Phase der Vorbereitung und dem
gespannten Entgegenfiebern auf das völlig fremde Land war Tag X, Freitag der
28.06.02 gekommen.
Aufgeregt und mit gemischten Gefühlen standen wir dreizehn plus unseren
Eltern, Geschwistern, Freuden, Verwandte,... um 12:15 Uhr in Witzenhausen an
der Uganda-Hütte. Nachdem dann endlich unsere Unmengen Gepäck verstaut waren
und wir uns herzlich und schmerzlich verabschiedet hatten brachen wir auf.
Neuen Erfahrungen und einer anderen Welt entgegen!
Nach anfängliche Schwierigkeiten konnte der Urlaub endlich beginnen. Ausflüge
an verschiedene Wasserfälle des Nils, oder auch die Safari boten jede Menge Möglichkeit
zu Träumen Vergessen und einfach Glücklichsein. Die vielfältige Landschaft,
die ich persönlich von Uganda nicht erwartet hätte und die vielen exotischen
Tiere wie Elefanten, Nilpferde, Löwen und Krokodile beeindruckten uns alle
zutiefst. Aber nicht nur unsere Ausflugsfahrten waren toll. Auch unser
Projekt, in Kayunga eine Schaukel zu bauen entwickelte sich prächtig.
Schwarze und Weiße arbeiteten zusammen und konnten am Ende auch stolz auf ihr
Ergebnis sein. Die Schaukel fand auf jeden Fall allgemeinen Anklang bei den
Kindern aus Kayunga. Zwei Stunden, nachdem die Schaukel fertig war sind wir
noch einmal daran vorbei gegangen und es standen bestimmt fünfzig Kinder um
die Schaukel herum und warteten bis sie dran waren. Den Anblick dieser glücklichen
Kinder , über eine - für unsere Verhältnisse - alltägliche Spielmöglichkeit
wird wohl keiner von uns so schnell wieder vergessen.
Mein persönliches Fazit und ich denke auch das aus der Gruppe ist also,
dass diese Reise mehr als nur ein Urlaub war. Sie erweiterte unseren Horizont
um einige Meter und ließ uns an einer völlig fremden aber sehr interessanten
und lebhaften Kultur teilnehmen.
Erfahrungen, die ich jedem Menschen wünschen würde!!!!"
|