Seit 1993 unterhält das Uganda-Team Kontakte zu der kleinen Stadt Kayunga in Uganda. Seitdem wurden viele Programme und Projekte durchgeführt. Eines der Ziele des Uganda-Teams ist die Umsetzung der Idee einer Städtepartnerschaftzwischen Witzenhausen und Kayunga, die erstmalig von Kayungas Town-Clerk Joseph Kimbowa im Jahr 1992 ausgesprochen wurde. Seitdem hat es viele kleine und große Schritte in Richtung einer Städtepartnerschaft gegeben.
Insbesondere die umfangreichen Dokumentationsarbeiten und Medienproduktionen sollten den Einblick in die ugandische Kultur vermitteln und in Witzenhausen vielen Bürgern zugänglich gemacht werden. Tatsächlich nahmen sehr viele Witzenhäuser an den Medienaufführungen des Uganda-Teams teil und zeigten starkes Interesse.
Das Uganda-Team führte zahlreiche Gespräche, Diskussionen und Workshops mit Kommunalpolitikern und Parteien, um auf Kayunga aufmerksam zu machen.
Einer der Erfolge ist der Beschluß der Stadtverordnetenversammlung, das Projekt "Städtepartnerschaft entwickeln". Innerhalb dieses Projektes soll auf eine Partnerschaft zwischen Witzenhausen und Kayunga hingearbeitet werden. Die Entscheidung über eine Städtepartnerschaft soll im Jahr 2000 gefällt werden.TOP
Argumente für eine Städtepartnerschaft Witzenhausen
- Kayunga
- Städtepartnerschaft bedeutete in der Nachkriegszeit, Feindbilder abzubauen. Eine Städtepartnerschaft mit Kayunga bietet die Möglichkeit, mentale Blockaden und Vorurteile in unserer multikulturellen Gesellschaft abzubauen
- Die Hochschule in Witzenhausen hat im Ausland einen Namen. Witzenhausen würde mit dieser Städtepartnerschaft auch International an Ansehen gewinnen.
- Imageaufwertung der Stadt Witzenhausen (weltoffen)
- Die Partnerschaftskommission hat sich positiv zu einer Städtepartnerschaft ausgesprochen
- Städtepartnerschaft mit Uganda ist Bestandteil der Agenda 21
- Es gibt bereits Städte mit Städtepartnerschaften nach Afrika (Kirchenkreis Witzenhausen, Städtepartnerschaft Idstein). Eine Städtepartnerschaft mit einer afrikanischen Stadt ist zwar etwas Besonderes, aber nichts exklusives.
- Ein Koordinierungskomitee in Kayunga wurde initiiert, welches die bisherige Beziehung koordiniert. Die Kommunikation ist sehr gut
- Kommunikation ist mit englischen Sprachkenntnissen möglich
- Es gibt bereits Beziehungen. Vorarbeit wurde bereits geleistet. Die Erfahrungen sind positiv.
- Vertrauen und Kontakte konnten aufgebaut werden.
- Der besondere Reiz einer ganz anderen Kultur
- Interessant für Jüngere. Dies kann Kontinuität gewährleisten
- Reflexion der eigenen Welt und Gesellschaft durch Erfahrungsaustausch
- Viele Menschen wollen sich sozial engagieren. Hierfür bietet die Partnerschaft vielfältige Möglichkeiten
- Kennenlernen einer phantastischen Natur in den Nationalparks, abseits des normalen Tourismus.
- Neben der Partnerschaftsbeziehung bietet sich Uganda auch als attraktives Urlaubsland an, so daß man die Kosten für eine Reise mit einem Urlaub verbinden kann.
- Unter dem Aspekt der politischen Instabilität und Unruhen in afrikanischen Ländern, bieten wir Ugandern die Möglichkeit, gewachsene Demokratiestrukturen zu erleben
- Kommunale Entwicklungszusammenarbeit und Partnerschaftsprojekte werden unterstützt durch: die Bundesregierung (z.B. BMZ), der Hess. Landesregierung (z.B. Ministerium für Wirtschaft, Technologie und ...), Den Fraktionen der SPD, CDU, FDP und Bündnis 90/ Die Grünen im Bundestag, dem deutschen Städtetag, evangelischer und katholischer Kirche Deutschlands, dem deutschen Sparkassenverband
TOP
Was könnte eine solche Städtepartnerschaft
erschweren ?
| Zu 1. | Die Entfernung ist zwar größer, jedoch nicht viel mehr als für manchen Urlaubsaufenthalt nötig ist. |
| Zu 2. | Die andere Kultur macht gerade die Städtepartnerschaft interessant und so besonders. |
| Zu 3. | In der Tat sind Besuche nur mit einer begrenzten Personenanzahl möglich, nicht so wie bei den anderen Städtepartnerschaften. Dafür muß man aber auch bedenken, daß die Partnerschaft von einer anderen Qualität ist. |
| Zu 4. | Die Kosten müssen nicht höher sein als bei den anderen Partnerschaften.
Zwar ist der Flug teurer, jedoch sind die Lebenshaltungskosten, Unterkunft
und Transportkosten wesentlich günstiger. Die Kosten für die
Stadt belaufen sich im gleichen Rahmen wie bei den anderen Partnerschaften,
da keine besonderen Kostenfaktoren anfallen.
Da Uganda ein sehr attraktives Land ist, kann man neben der Partnerschaftsbeziehung die Reise auch mit einem Urlaub verbinden. Unternimmt man diesen Urlaub gar mit Freunden aus Kayunga partizipieren beide Seiten davon. |
| Zu 5. | Eine Städtepartnerschaft spricht nur einen begrenzten Personenkreis
an, wie das auch mit den anderen Städtepartnerschaften der Fall ist.
Bei denen wird es zunehmend schwieriger, jüngere Menschen aus Witzenhausen
zu motivieren und zu gewinnen. Eine Partnerschaft zu Kayunga bietet ein
neues und reiches Potential gerade für Jüngere.
Das Bevölkerungsinteresse ist recht hoch. Bei den vielfältigen Veranstaltungen vom Uganda-Team und dem Freundeskreis im Bürgerhaus, war der Saal oft voll besetzt. Aus unserer Sicht gibt es ein sehr großes öffentliches Interesse an dieser besonderen Beziehung in allen Altersschichten. |
Inhalte und Aktionen des Projektes "Städtepartnerschaft
mit Kayunga entwickeln"
Konkrete Inhalte könnten sein:
- Förderung des interkulturellen Erfahrungsaustausches
- Vermittlung von Kenntnissen und Erfahrungsmöglichkeiten vom Alltagsleben der Menschen in einer anderen, fremden Kultur
- Förderung von Verständnis und Toleranz gegenüber fremden Menschen und Kulturen
- Entwicklung von Formen gleichberechtigter partnerschaftlicher Entwicklungszusammenarbeit
- Umsetzung der Agenda 21 im Rahmen einer kommunalen Städtepartnerschaft mit einem Entwicklungsland
- Sensibilisierung für schonende Ressourcennutzung mit Recyclingverfahren und umweltbewußten Konsumverhalten
- Information der Witzenhäuser Bürger durch Reiseberichte
- Gewinnen von Vereinen, Institutionen und Organisationen für direkte Partnerschaftsbeziehungen
- Austauschprogramme
- Briefkontakt
- Gestaltung eines inhaltlichen Programms für das Jugendzentrum
- Austauschprogramm einer Gesangs- und Tanzgruppe
- Multiplikatorenreise
TOP
Vorschlag einer Städtepartnerschaftsstruktur
Im Dezember 1995 wurde ein Vorschlag zur Städtepartnerschaftsstruktur vom Uganda-Team ausgearbeitet und den Teilnehmern der Ideenwerkstatt als Diskussionsgrundlage vorgelegt (siehe Historie über die Beziehung zwischen Kayunga und Witzenhausen.). Die Ideenwerkstatt unterstütze diesen Vorschlag.
Der folgende Entwurf wurde gegenüber dieser Version überarbeitet, vereinfacht und den aktuellen Gegebenheiten angepaßt.
- Direkte Partnerschaften von einer Institution zu einer anderen (z.B. Krankenhaus, Schulen, Kirchen, Vereine, ...) sollen möglich sein. Die jeweilige Partnerschaft sollte in ihrer aktuellen Projektphase genau definiert werden, damit auf ugandischer Seite keine unerfüllbaren Erwartungen geweckt werden.
- In Kayunga existiert bereits seit einigen Jahren ein Koordinationskomitee, in dem alle an der Partnerschaft Beteiligten einbezogen sind, um über weitere Schritte und Projekte zu beraten, planen und zu koordinieren da viele Projekte einer direkten Partnerschaftsbeziehung auch Einflüsse auf andere an der Partnerschaft beteiligte Institutionen haben können.
- In Witzenhausen ist ein Partnerschaftsverein vorzuziehen, in dem die Stadt als Mitglied eine wesentliche Rolle spielt, da es sich um eine Städtepartnerschaft handelt. In diesem Verein können Institutionen, Vereine und Gruppen vertreten sein, die an konkreten Projekten mit Kayunga arbeiten. Unter dem Dach des Vereins können Projekte durchgeführt, geplant und koordiniert werden.
- Ein Satzungsentwurf für den Partnerschaftsverein ist in Arbeit und wird Anfang März 2000 vorgestellt werden und auch auf dieser Seite erscheinen.
- Auf beiden Seiten ist die Stadt ein wesentlicher Faktor. Angestrebt ist eine Städtepartnerschaft und keine private Beziehung. Somit ist eine wesentliche Voraussetzung für den Partnerschaftsverein in Witzenhausen, daß die Stadtverordnetenversammlung sich für eine Städtepartnerschaft entscheidet. In Kayunga ist das Kayunga-Town-Council bereits seit Bestehens des Coordination-committees in dem Komitee vertreten.
- Unter Beratung im Partnerschaftsverein und im Koordinationskomitee sollten die direkten Partner (Schulen, Kirchen, etc.) eigene Wege, Ziele und Inhalte für eine direkte Partnerschaft finden. Nur mit den Partner im jeweils anderem Land kann der Inhalt der Partnerschaft am besten ausgebaut werden.
|
|
Aktuelle Struktur des Städtepartnerschaftsprojektes
Einen Grundstock dieser Partnerschaftsstruktur könnte der Stammtisch von Freundeskreis und Uganda-Team sein. Jeden zweiten Sonntag im Monat findet um 20:00 Uhr ein öffentliches Treffen in Schinkels Brauhaus statt, um über die weitere Gestaltung des Städtepartnerschaftsprojektes zu beraten und anwesende Gäste zu informieren. Bisher an der Beziehung Beteiligte haben sich an das Uganda-Team und den Freundeskreis gewandt (vor Gründung des Freundeskreises, nur an das Uganda-Team), um mehr über das Projekt zu erfahren und um sich aktiv einzubringen. Dem Uganda-Team steht in Uganda kein einzelner Partner gegenüber, da das Uganda-Team vielfältige Beziehungen pflegt und die Koordination des Städtepartnerschaftsprojektes, zusammen mit dem Freundeskreis, übernommen hat.
Es gibt bereits lockere Beziehungen zwischen verschiedenen Institutionen. Sie müssen aber noch stärker ausgebaut werden.
Das Uganda-Team und der Freundeskreis sind bereit, sich an dem Aufbau eines Partnerschaftsvereins in Witzenhausen aktiv und mitverantwortlich zu beteiligen.Voraussetzungen sind aber:
Zur Zeit wird an einer Satzungsvorlage für einen Städtepartnerschaftsverein gearbeitet. Nach der Ausarbeitung wird Bürgermeister Engel zu einer öffentlichen Diskussion darüber einladen.
- Städtischer Beschluß zu einer Städtepartnerschaft
- Verantwortliche Einbeziehung der Stadt
Verwaltung der Städtepartnerschaft durch Bedienstete der Stadtverwaltung
Realisierung der Partnerschaftsstrukturen
Bisherige politische Meinungen
- Die Partnerschaftskommission hat sich positiv zu einer Städtepartnerschaft geäußert.
- Die Ideenwerkstatt der witzenhäuser Kommunalpolitiker kamen bei der Ideenwerkstatt zu folgenden Hauptergebnissen:
- Das gemeinsame Gespräch am 10.12.1995 hat zu Fortschritten geführt in den Bemühungen, die Beziehungen zwischen Witzenhausen und Kayunga verantwortlich weiterzuentwickeln.
- Man ist sich einig.
- daß die Beziehung Witzenhausen - Kayunga einen wichtigen Vorlauf hatte,
- daß die Akzeptanz in der Witzenhäuser Bevölkerung bereits positiv entwickelt ist und noch weiterentwickelt werden sollte,
- daß es nun einen positiven Beschluß seitens der zuständigen städtischen Gremien geben sollte, der die konkrete Arbeit legitimiert und unterstützt.- Diskutiert wurden die Vorschläge.
- ob zunächst ein befristetes „Städtepartnerschaftsprojekt" gestartet werden
oder
- eine Städtepartnerschaft (in Analogie zu anderen) eingegangen werden sollte.- Bürgermeister Engel wird alles veranlassen, um bereits in den nächsten Monaten die Partnerschaft mit Uganda "auf die Tagesordnung" zu bringen.
- Am 17.09.1996 haben die Witzenhäuser Stadtverordneten mehrheitlich das "Städtepartnerschaftsprojekt Witzenhausen - Kayunga" beschlossen.
Bisherige Foren
- Das Uganda-Team fördert und unterstützt das Städtepartnerschaftsprojekt mit sehr viel Engagement und Kraft.
- Der "Freundeskreis Witzenhausen-Kayunga" unterstützt die Bemühungen seit 1997
- Der Stammtisch ist ein öffentliches Forum für die Koordinierung und Diskussion des Städtepartnerschaftsprojektes und bietet Bürgern eine erste Anlaufstelle.
- Die Veranstaltungen "Uganda-Time" berichten einer großen Öffentlichkeit über Kayunga durch Erfahrungsberichte und Medienproduktionen
- Der Runde Tisch - einberufen durch den Bürgermeister - bietet einer großen Öffentlichkeit die Möglichkeit sich zu informieren, über die Partnerschaft zu diskutieren und Ideen zu entwickeln
TOP
- Aus dem Vorschlag des Uganda-Teams und nach Diskussion in der Ideenwerkstatt soll ein Runder Tisch eingerichtet werden, in dem Ideen für die weitere Gestaltung der Partnerschaft entwickelt werden sollen. Daran sollten Witzenhäuser Bürger und zahlreiche Institutionen aus Witzenhausen vertreten sein.
- Der Runde Tisch wurde bereits drei mal einberufen. Parallel hat sich der Stammtisch entwickelt, an dem Uganda-Team und Freundeskreis teilnehmen. Hierzu ist auch die Öffentlichkeit eingeladen. Der Stammtisch findet jeden zweiten Sonntag im Monat um 20:00 Uhr in Schinkels Brauhaus statt. In diesem Forum wird über die weitere Gestaltung des Städtepartnerschaftsprojektes beraten und koordiniert.
- Schulen, Kirchen, Parteien, Vereine usw. sollen gezielt angesprochen und zum Stammtisch eingeladen werden. Bei Interesse an einer Partnerschaft sollten sie an den Stammtisch regelmäßig teilnehmen.
- Die Stadt Witzenhausen stellt einen Satzungsentwurf für einen "Städtepartnerschaftsverein Witzenhausen-Kayunga" vor und ruft zu einer Gründungsversammlung auf.
- Parallel dazu wird die Stadtverordnetenversammlung den Beschluß zu einer Städtepartnerschaft zwischen Witzenhausen und Kayunga fassen.
- Der Partnerschaftsverein soll nur dann gegründet werden, wenn die Stadt einen positiven Beschluß zur Städtepartnerschaft gefasst hat. Da es sich um eine Städtepartnerschaft handelt, muß die Stadt auch Verantwortung zeigen.
![]() |
Ziele der Partnerschaft aus der Sicht Kayunga
Der ehemalige Town-Clerk John Behangaana hat in einer öffentlichen Rede in Witzenhausen klar ausgedrückt, was Kayunga von einer Partnerschaft mit Witzenhausen erhofft. Es folgt die Rede im Original-Text: