Idi Amin Dada
Idi Amin Dada wurde 1925 in Koboko in Nordwestuganda geboren.
1946 trat Amin Dada in die britische Kolonialarmee ein und wurde der
erste farbige Offizier Ugandas.
Nach der Unabhängigkeit Ugandas 1962 stieg er als Parteigänger
von Präsident Milton Obote innerhalb der ugandischen Armee rasch zum
Oberbefehlshaber der Armee auf.
Am 25. Januar 1971 nutzte Amin eine Auslandsreise Obotes zu einem unblutigen
Militärputsch und übernahm selbst die Macht. Als Staatspräsident
und Oberbefehlshaber der Streitkräfte verbot Amin Dada jede politische
Betätigung.
Der Sturz des "Sozialisten" Obotes wurde anfangs in Buganda und im
westlichen Ausland begrüßt. Vom Ausland unbeachtet kam es zu
ersten Massakern an Lango-, Acholi- und Karamojong-Soldaten. Erst als Amin
1972 ca. 50.000 Asiaten ugandischer Staatsbürgerschaft enteignete
und des Landes verwies, verschlechterte sich die Beziehungen zum Ausland.
Die darauffolgenden Boykottmaßnahmen bewirkten den wirtschaftlichen
Zusammenbruch des Landes.
1975 wurde Idi Amin Dada Präsident der Organisation für Afrikanische
Einheit (OAU). Er ernannte sich selbst 1976 zum ugandischen Präsidenten
auf Lebenszeit. Zwei Jahre später brach er mit der OAU, die Konflikte
mit den Nachbarstaaten, besonders mit Tansania, verstärkten sich.
Seine diktatorische Willkürherrschaft drängte Uganda in die völlige
Isolation.
Ende der 70er Jahre war Uganda im Chaos versunken. Unter seinem Terrorregieme
fielen wahrscheinlich bis zu 300.000 Ugander zum Opfer und viele flohen
ins Ausland. 1979. Nach Zwischenfällen an der ugandisch-tansanischen
Grenze, marschierten tansanische Truppen zusammen mit der exilugandischen
UNLA (Uganda National Liberation Army) in Uganda ein und besetzten innerhalb
weniger Monate den größten Teil Ugandas. Kampala fiel kampflos
am 10.04. 1979. Amin Dada floh nach Libyen und ging später ins Exil
nach Saudi-Arabien, wo er noch heute lebt.