Milton Apollo Obote

Obote wurde1925 in Akokoro als Sohn eines Häuptlings geboren. 1950 ging er nach Kenia, wo er der Kenya African Union beitrat. Er kehrte 1957 in sein Heimatland Uganda zurück und schloß sich dem Uganda National Congress an. 1958 wurde er unter der britischen Protektoratsverwaltung in den Legislativrat gewählt. Obote war 1960 Mitbegründer des linksgerichteten Uganda People's Congress (UPC). Am 09.10.1962 führte Obote das Land als dessen Vorsitzender 1962 in die Unabhängigkeit. Er wurde erster Premierminister, Staatspräsident wurde im darauffolgenden Jahr Kabaka Mutesa II. Nach einigen Anfangserfolgen der noch jungen Regierung kam es schon bald zu Spannungen zwischen der UPC und der Baganda Aristrokratie. Gebietsstreitigkeiten zwischen Bunyoro und Buganda kamen hinzu. Im Februar 1966 riß Obote die Präsidentschaft der ugandischen Föderation von Mutesa II. an sich. Der Kabaka drohte mit der Sezession Bugandas. Daraufhin stürmten am 24.05 Truppen seinen Palast in Mengo. Der Kabaka floh ins Exil nach London, wo er 1969 verstarb. Obote löste die traditionellen Königreiche im September 1967auf und versuchte Uganda in einen Einheitsstaat zu verwandeln. 1969 wendete sich Obote der sozialistischen Politik zu. Die Verstaatlichung ausländischer Firmen, Lohnstopp und Streikverbot wurden verhängt. Obote verbot alle politischen Parteien außer der UPC. Kapitalabfluß aus Uganda und somit enorme wirtschaftliche Schwierigkeiten waren die Folge. Hinzu kamen wachsende Unruhen in der Armee, deren Stabschef Idi Amin Obote am 25.01.1971 durch einen unblutigen Militärputsch abgesetzt hat. Obote ging nach Tansania ins Exil.Nach dem Sturz Amins (1979) kehrte er zurück und wurde am 16.12.1980 zum Staatspräsidenten gewählt. Ende Juli 1985 wurde Obote durch einen weiteren Militärputsch gestürzt und fand Zuflucht in Sambia.